News der Abteilung Karate


Ausgezeichnet mit dem BLSV Ehrenamtspreis in der Kategorie "Innovation"
1. Dezember 2019 - Janine Böhme

300.000 Ehrenamtliche engagieren sich bayernweit in den über 12.000 Sportvereinen. Ihnen ist es zu verdanken, dass über 4,6 Millionen Menschen im Freistaat regelmäßig Sport- und Bewegungsangebote wahrnehmen können. Mit dem Ehrenamtspreis will der Bayerische Landes-Sportverband das Augenmerk auf das Ehrenamt lenken, das Bewusstsein für dieses wichtige Engagement stärken und den Respekt für das Amt erhöhen. 'Die Arbeit der vielen aktiven Ehrenamtlichen für den organisierten Sport ist von unbezahlbarem Wert. Ohne Ehrenamt kein Sport! An dieser Aussage lässt sich nicht rütteln.'

In diesem Jahr gab es dabei neben den Preisträgern in den Kategorien Jugend, Inklusion und Innovation das erste mal auch Preise für die Bezirksehrenamtlichen des Jahres. Einige von ihnen Blicken dabei auf über 60 Jahre ehrenamtliches Engagement zurück – eine Leistung und ein Dienst für die Gesellschaft, die kaum genug wertgeschätzt werden können. Respekt. Hut ab!

Gemeinsam mit diesen Menschen wurde ich am 29. November in München ausgezeichnet - eine Freude und eine besondere Ehre für mich!

Foto: Ruth Plössel     

Seit drei Jahren bin ich nun Mitglied beim FSV Erlangen-Bruck. Ich habe hier nach meinem Umzug nach Mittelfranken eine neue sportliche Heimat gefunden, wurde sehr gut aufgenommen und habe viel Unterstützung und Wertschätzung erfahren. Bereits zwei Jahre nach meinem Eintritt wurde ich von euch zur Sportlerin des Jahres gewählt - eine besondere Auszeichnung und Anerkennung sowie ein weiterer Stein in der Waagschale der Juroren des BLSV.

Dabei fing alles ganz klein und wenig erfolgsversprechend an. Gerade einmal ein Interessierter tauchte im Januar 2017 zu den in allen Erlanger Schulen mit Aushängen beworbenen Schnupperstunden und Kursen auf. Aufgeben kam nicht in Frage und bestärkt durch den Erfolg der Schnupperstunde bei der Gruppe vom Kinderturnen, die gleich vier Kinder zu uns brachte, rief ich die Frühjahrsschulaktion ins Leben. Das war der Startschuss für über 100 Einführungsstunden zum Thema "Kommunikation, Selbstbehauptung und Selbstschutz" mit mehr als 2.000 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern in den letzten zweieinhalb Jahren. In diesem Jahr war die Nachfrage dabei so groß, dass wir den Aktionszeitraum mehrfach verlängert und für 2020 eine Warteliste begonnen haben.

Dank der Kooperation mit den Schulen sowie begeisterten Kindern und Eltern, die anderen von unserem Training erzählten, können wir uns im Karate Jugendbereich mittlerweile über 45 Mitglieder und solche, die es bald werden wollen, freuen. Sie üben in den drei Gruppen direkt beim Verein, den beiden Gruppen an der Friedrich-Rückert-Schule sowie der Grundschule Bubenreuth. Dabei ist es uns auch gelungen eine Regelung zu finden, die den sonst schwierige Transfer von Schule zu Vereinsmitgliedschaft erfolgreich gestaltet. Ein weiterer toller Nebeneffekt - wenn es ums Thema Selbstverteidigung, Selbstbehauptung und Zilvilcourage geht, sind wir mittlerweile eine feste Größe in Erlangen und werden für entsprechende Veranstaltungen und Kurse der Schulen angefragt, wie zuletzt an der Werner-von-Siemens-Realschule.

Innovation hoch zwei wird es dann ab dem nächsten Jahr, wenn wir mit der Schulung von Multiplikatoren starten. Der BLSV Bezirk Mittelfranken hat bereits seine Unterstützung zugesagt, ebenso wie die Ehrenamtsbeauftragte der bayerischen Staatsregierung Frau Gottstein und die Ministerin für Arbeit, Famile und Soziales Frau Schreyer. Damit könnte der FSV demnächst zum Schulungs- und Ausbildungszentrum für "Kommunikation, Selbstbehauptung und Selbstschutz" an Schulen mit Bushin-Ryu Kempo-Karate werden - eine tolle Perspektive!

Vielen Dank allen, die den Weg bis hier hin mit begleitet, gestaltet und unterstützt haben - insbesondere auch denen, dies weiterhin tun - auf das der BLSV Ehrenamtpreis kein Endpunkt sondern nur einer von vielen Meilenstein in der Erfolgsgeschichte vom Karate beim FSV Erlangen-Bruck sein wird.


Multiplikatorenschulung zu „Kommunikation, Selbstbehauptung und Selbstschutz“
5. Juli 2019 - Janine Böhme

Um der großen Nachfrage und dem Interesse an dem Thema gerecht werden zu können, bieten wir sofort Weiterbildungen für Lehrer, Betreuer, Erzieher und Sozialpädagogen an. In diesen werden die Teilnehmer qualifiziert, eigenständig Kinder in das Thema „Kommunikation, Selbstbehauptung und Selbstschutz“ einzuführen und die Kinder für ihre Handlungsmöglichkeiten und ihre Verantwortung untereinander zu sensibilisieren.

Inhalte sind dabei unter anderem:

  • Was ist Gewalt und was kann ich dagegen tun, insbesondere auch bei Mobbing?

  • Mit den vier Elementen unterschiedliche Handlungsoptionen aufzeigen und erarbeiten,

  • für Körperhaltung, Stimme, Blick und Ausstrahlung sensibilisieren,

  • Schützen gegen Schieben, Schubsen, gegriffen werden,

  • Ihre individuellen Fragestellungen und Wünsche

Ein Alleinstellungsmerkmal und besonders interessant ist die Arbeit mit den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde. Die dadurch geschaffenen Erfahrungsfelder ermöglichen es, in einem geschützten Rahmen verschiedene Verhaltensweisen auszuprobieren und den einzelnen individuell zu fördern.

Terminlich kann die Aus- und Weiterbildung flexibel gestaltet werden: Tages-, Wochenend-, Ferienveranstaltungen oder regelmäßiges Training. Wer über die Einführungsstunden hinaus Kurse oder Karate mit Schwerpunkt „Kommunikation, Selbstbehauptung und Selbstschutz“ als differenzierten Sportunterricht anbieten möchte, kann hierfür zusätzlich geschult werden. Für diejenigen, die mit älteren Kinder und Jugendlichen arbeiten möchten, bieten sich zudem Vertiefungen für die altersspezifischen Themen an.

Bei Interesse bitte an Janine (ffl.training.jb@gmail.com) wenden.


Das Mega-Event 2019
30. Juni 2019 - Janine Böhme

Dieses Jahr ist ein ganz besonderes Jahr! Durch eine seltene kosmische Fügung fallen nämlich 2019 gleich drei Mega-Events zusammen: Fronleichnam, Sommersonnwende und KuIA!

Was für den Christen das Fronleichnamsfest, ist für den Kemponauten des FSV Bruck das Seminar „Kampfkunst und Innere Aspekte“ (KuIA). Da es jedoch in der Kampfkunst eine Vielzahl innerer Aspekte zu entdecken gilt, dauert das Seminar auch 4 ganze Tage. Vier Tage der Einkehr im Kloster Vierzehnheiligen. Umgeben von nüchternen Klostermauern, meditierten, schwiegen, lachten und arbeiteten wir, während die Natur ihrem Höhepunkt – dem längsten Tag des Jahres – in leuchtenden Farben entgegenstrebte.

Doch der Reihe nach… Traditionell findet am ersten Tag eine Wanderung zum Staffelberg statt. Die üppige, sommerliche Blütenpracht begleitete uns vom Kloster bis zum Gipfel. Doch halt! Wie heißen eigentlich all die prächtigen, bunten Blumen?! „Flora Incognita“ weiß die Antwort. Natürlich nur, wenn man Internetz dabei hat…

Zurück im Kloster richteten wir unsere Aufmerksamkeit aber natürlich stracks weg von der äußeren Pracht, hin zu unseren inneren Schätzen. Bei der morgendlichen und abendlichen ZEN-Meditation begleitete uns, wie jedes Jahr, „Der Eremit“ von Silvino Alves da Silva Neto. Kapitel des Buches wie Arbeit & Muße, Mann & Frau oder Freiheit & Sklaverei inspirierten uns zu lebhaften Reflexionen. Bis tief in die Nacht saßen wir zusammen bei Mondschein und verknüpften unsere eigenen Lebenserfahrungen mit den Themen des Buches.

A propos Arbeit & Muße: obschon Samu (meditatives Arbeiten im klösterlichen Kontext) ein fester Bestandteil des Seminars ist, mussten wir uns dieses Jahr notgedrungen mehr der Muße zuwenden. Denn die klösterlichen Beete waren dieses Jahr bereits in einem weitgehend unkrautfreien Zustand und die Kirschen noch unreif. Aber weil schon Aristoteles befand, „es gilt als ausgemacht, dass die Glückseligkeit sich in der Muße findet“, waren wir die vier Tage auch mit wenig Arbeit bester Stimmung. Neben der Muße hat zur guten Stimmung – und das darf keinesfalls unerwähnt bleiben – der exzellente nachmittägliche Kuchen beigetragen. Der köstliche Erdbeerkuchen hat sogar so großen Anklang gefunden, dass sich manch einer gar acht Stücke einverleibt hat! 

Sonntagnachmittag saßen wir zu guter Letzt in dem sonnendurchfluteten Klostergarten, um unsere gemeinsame Zeit ausklingen zu lassen. Da geschah es: SIE betrat die Bühne! Verzückte Rufe durchbrachen die Stille des heiligen Ortes. SIE. Die entzückendste Dackeldame, die die Welt je gesehen hat. WIR (also die Mehrheit der Teilnehmer/Innen) waren uns einig: das ist unser persönlicher Höhepunkt des diesjährigen Seminars!

Willst DU beim nächsten Mega-Event auch dabei sein und deinen persönlichen Höhepunkt erleben? Dann melde dich gleich fürs nächste Jahr an unter: 09131 / 91 41 607.

Verena Ryssel & Karin Kempf 

 

 

und nun aus männlicher Sicht

Für mich was es das erste Mal, dass ich dabei war und ich habe diese Zeit in vollen Zügen genossen. Schon während der Wanderung zum Staffelberg an Fronleichnam wurde mir klar, dass alleine mit vier erwachsenen Mädels zwischen Mitte 20 und Mitte 40 die männlichen Sichtweisen bei den Gesprächen und Diskussionen zu Polaritäten wie z.B. Phantasie und Realität, Gesundheit und Krankheit, Arbeit und Muße, Liebe und Hass und insbesondere Mann und Frau vielleicht doch etwas zu kurz kommen kann.

Aus meiner Sicht haben wir das zu weit sehr gut gelöst. Selten habe ich in so kurzer Zeit bei der Gartenarbeit - die ich „eigentlich“ gar nicht mag - so tief entspannt, durch die offenen und authentischen Beiträge während der Diskussionen so viel gelacht und vielleicht Klarheit gewonnen durch Achtsamkeit und Bewusstheit, vielleicht eher durch oder im Unbewussten als im Bewussten, mit gefühlter viel neuer Energie und Elan auf allen Ebenen am Ende der Veranstaltung.

Das Ende der Veranstaltung war „eigentlich“ geplant für Sonntag Vormittag, 11.00 Uhr. Davon abgehalten hat uns der köstliche Erdbeerkuchen, den uns die Klosterküche für Sonntag gleich nach dem Mittagessen versprochen hatte. Wer nun vermutet, dass wir danach gleich aufgebrochen sind, täuscht sich. Wir hatten noch so vieles in der Gruppe zu besprechen und haben uns in der Gruppe einfach so pudelwohl gefühlt, dass wir notgedrungen dann erst gegen 16.00 Uhr aufgebrochen sind.

Herzlichen Dank an unseren Sensei Micha für die Durchführung und unsere Mädels für den klasse Austausch, was dazu beigetragen hat, dass diese Veranstaltung für mich etwas ganz Besonderes war.

In diesem Sinne freue ich mich auf die Veranstaltung im nächsten Jahr und hoffe, dass vielleicht der ein oder andere Mann den Mut hat die männliche Energie zu verstärken...

Klaus Henning


7. Kempo Kinder- und Jugendlehrgang
29. Mai 2019 - Janine Böhme

PRESSEMITTEILUNG vom 29.05.2019

Das erste Mal GRÜN

Vor zwei Jahren wurde beim FSV Erlangen-Bruck und der SpVgg Zeckern erstmals Karate-Training auch für Kinder und Jugendliche angeboten - eine Premiere im doppelten Sinne. Das auf persönliche Entwicklung, gesundheitsförderliche Bewegung und effektive Selbstverteidigung ausgerichtete Bushin-Ryu Kempo Karate war zuvor nur Erwachsenen zugänglich gewesen.

Tim Prütting war einer der ersten Schüler, die Anfang 2017 das neu entstandene Karate-Angebot wahrgenommen haben. Am vergangenen Samstag (25.05.2019) hat er nun als Erster in der Geschichte überhaupt den Schritt zum weiß-grün-weißen Gürtel geschafft, welcher für die Wasserstufe steht.

„Über das Arbeiten mit den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde sowie dem Quellelement Ku als Potential wird weit mehr als nur das Kämpferische geschult. Diese Art des Übens lässt sich auf die verschiedensten Bereiche des Lebens, die persönliche Entwicklung und das Miteinander übertragen. Dadurch wird es möglich, jeden individuell zu fördern“, erklärt Janine Böhme. Sie war bereits bei ihrer ersten Begegnung mit dem Bushin-Ryu Kempo von dem besonderen Ansatz und der Ganzheitlichkeit begeistert. Aus eigener Erfahrung weiß sie: „Viele beginnen mit Karate, weil sie sich selbst schützen und verteidigen können möchten. Oft sind sie dazu aber auch nach Jahren des Übens noch nicht in der Lage, weil ihnen der Bezug von der stilisierten Form zu realistischen Anwendung fehlt. Im Bushin-Ryu Kempo wird eine andere Herangehensweise gewählt.“

Kinder im Grundschulalter lernen zu Beginn, sich gegen die in ihrer Altersklasse üblichen Angriffe zu verteidigen. Als Teil des Übens in den Elementen wird dabei auch das klare Setzen von Grenzen mit Stimme und Körpersprache geübt. Im Element Feuer heißt das beispielsweise, gezielt laut zu sein und den anderen klar zu machen, was man will, z.B. „Lass mich los!“

Neben Durchsetzungsstärke geht es auch um die Entwicklung von Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, deeskalierend zu wirken. Im Element Wasser wird deswegen ein gutes Körpergefühl für sich und den anderen entwickelt. Fallschule und Wurfansätze werden dabei ebenso geübt wie Hebel und Festhaltetechniken. Über spezielle Übungen wird gelernt, Konflikte zu entschärfen oder zu lösen.

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Glückwunsch an alle Prüflinge und herzlichen Dank an alle Helfer, die an dem Tag mit unterstützt haben!

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Wintertrainingslager Obernsees 2019
20. März 2019 - Janine Böhme

Wer es an Fasching lieber narrensicher als närrisch mag, ist beim jährlich stattfindenden Wintertrainingslager der Abteilung Karate genau richtig! Unsere „Verkleidung“ jedenfalls fand ausschließlich aufgrund der oberfränkisch-winterlichen Wetterverhältnisse statt und bestand zumeist aus diversen Lagen mehr oder weniger dekorativ zusammengestellter Winter- und Sportklamotten. Zwar lag trotz der Nähe zum Fichtelgebirge kein Schnee mehr, garstig kalt und regnerisch war es zwischendrein aber schon immer wieder. So konnten wir leider unser wärmendes Lagerfeuer wegen des heftigen Windes erst am zweiten Tag entzünden… Auch die nächtliche ZEN-Meditation in unbeheiztem Ambiente war vor diesem Hintergrund eine echte Challenge; trotz Verkleidung als Michelin-Männchen habe ich so gezittert, dass zu befürchten war, dass sich dadurch die Wetterlage in Japan ändert.

Aber wir wollen es ja nicht anders! „Nur 48 Stunden“. Was für andere eine Action-Komödie aus den 80er Jahren ist, ist für uns der inoffizielle Arbeitstitel unseres Wintertrainingslagers auf der Knockhütte Obernsees. Das dauert in der Tat jedes Jahr 48 Stunden. Ungefähr jedenfalls. Mehr geht auch eher nicht. Denn die wichtigste organisatorische Regelung lautet: „Es gibt keine Duschen… und keine Betten!“ Fettgedruckt in der Ausschreibung. Damit es keiner versehentlich überliest. Und sich dann wundert. Womöglich. Zusätzlich gibt es Toiletten außerhalb und Trainingsraum unbeheizt. Steht aber nicht in der Ausschreibung. Das weiß man. Vom letzten Jahr. Oder vom Hörensagen. Aber wir wollen es ja nicht anders! Wir wollen: Grenzerfahrungen machen, trainieren, meditieren, am Lagerfeuer sitzen und beisammen sein. Und Fasching umgehen. Dringend! Selbst wenn das bedeutet, eine Weile ziemlich ungeduscht und ziemlich übermüdet zu sein.

Bemerkenswert war, dassmit der Teilnahme von Lucas und Pascal aus der Kempo-Gruppe Hemhofen im Vergleich zum Vorjahr der Altersdurchschnitt gefühlt halbiert, die Schlafdauer jedoch gefühlt verdoppelt wurde… Inspiriert durch die Anwesenheit jugendlicher Kraft und Ausdauer, sammelten wir in den 48 Stunden denn auch Berge von Feuerholz im Wald, kletterten wie die Bergziegen in unwegsamen Gelände, rekapitulierten Katas auf rehköttel-gesprenkelter Wiese, meditierten zu nachtschlafender Zeit im durchgekühlten Wandersheim und trainierten mit dampfendem Atem, bis uns wieder warm war. Zum Ausklang des Trainingslagers – dieses Jahr mit Wissen der Protagonisten – fand wieder eine Gürtelprüfung statt: Herzlichen Glückwunsch an Lucas zum 9. Kyu!

Wer nächstes Jahr ebenfalls einen Fasching-Versteck-Ort benötigt (24.-26.02.2020), melde sich gerne bei Sensei Micha Denk. Kampfkunsterfahrung ist für eine Teilnahme nicht nötig.

Verena Ryssel

 

 

 


Social Event II – Wildpark Hundshaupten
10. Januar 2019 - Janine Böhme

Auch wenn wir beim Kempo nicht, wie Walt Disneys Fähnlein Fieselschweif, jeden Tag eine gute Tat vollbringen, treffen wir uns doch in unregelmäßigen Abständen zu unseren „Social Events“. Hier nutzen wir die Gelegenheit, auch außerhalb des Trainings Spaß miteinander zu haben und dabei Sozial- oder Naturschutz-Projekte ehrenamtlich zu unterstützen. Wer Zeit und Lust hat, schließt sich an. Wer mag und hat, bringt Kind und Kegel mit.

Bereits zur guten Tradition im Kempo-Jahreskreis gehört die jährliche Mithilfe bei der Obsternte auf der Streuobstwiese des Bund Naturschutz in Atzelsberg. Dieses Jahr erstmalig und gerade noch rechtzeitig vor Beginn der Schlechtwetterperiode haben wir uns dann Ende Oktober für unser letztes diesjähriges Social Event den Wildpark Hundshaupten ausgesucht. Das Ziel des Parks: „Für Groß und Klein präsentieren wir unsere Natur abwechslungsreich und authentisch - mit ganz viel Raum für Erholung und Spaß!“ klingt schließlich zu jeder Jahreszeit verlockend ...

Nach kurzer Anreise durchs schöne Frankenland fanden sich inllusive Zuspät-Kommer und Zufrüh-Geher 11 Erwachsene mit 5 Ablegern ein, um einen arbeits- und erlebnisreichen Tag miteinander zu verbringen. Nach einer herzlichen Begrüßung und einer kurzen Einführung durch die stellvertretende Wildparkleiterin begann Teil 1 unseres Social-Events (nennen wir ihn den arbeitspädagogischen Teil ...): Der im Vorfeld angekündigte bescheidene Plan, gemeinsam Insektenhotels für den Park zu bauen, verwandelte sich vor Ort wie von Zauberhand in den Bau einer ganzen Hotelanlage für Insekten, Igels, Lurchis & Co.

 

Wobei „wie von Zauberhand“ vielleicht etwas untertrieben ist: Kubikmeter an Steinen, Laub, Totholz und Wurzelwerk wurden bewegt, um den Tieren vielfältige Unterschlupfmöglichkeiten für den Winter zu schaffen. Es wurde geschwitzt, geflucht und gelacht. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Und wer weiß? Vielleicht mögen unsere Bauwerke den ein oder anderen Gartenbesitzer inspirieren?

 Nachdem unsere mehr oder weniger Karate-gestählten Körper zunehmend Ermüdungserscheinungen erkennen ließen und uns die Hotelanlage luxuriös genug erschien, waren wir alle begeistert, als Teil 2 der Veranstaltung angekündigt wurde (nennen wir ihn den erlebnispädagogischen Teil, denn erlebnisreich war er allemal). So konnten wir unter fachkundiger Erläuterung der Tierpflegerin die Fütterung der drei beeindruckenden Luchsweibchen beobachten und wer Glück hatte, bekam sogar den scheuen Isegrimm zu sehen.

Als die Witterung mit fortschreitender Stunde immer herbstlicher wurde und wir genug Arbeit, Tiere und Frischluft für einen Tag hatten, improvisierten wir für alle Hungrigen natürlich auch noch einen dritten Veranstaltungsteil (nennen wir ihn den gemütlichen Teil) und kehrten in einem zünftigen fränkischen Wirtshaus zu Karpfen und Schnitzel ein.

Was mich betrifft, finde ich es sehr schön, dass wir nicht nur miteinander trainieren, sondern immer wieder mal in ungezwungener Weise Freizeit und Soziales Engagement miteinander verknüpfen. Jedenfalls freue ich mich schon auf das kommende Jahr und bin gespannt, was unser Sensei Micha an Social-Events aus dem Hut zaubert. Danke fürs organisieren!!

Verena Ryssel